
Schulleitung: Julia Hayck, Diplom-Berufspädagogin
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Moderne Altenpflege will gelernt sein
Niemand weiß das besser als die Pflegekräfte und Auszubildenden in der Altenpflege selbst. Sie erleben täglich, dass die Arbeit mit älteren Menschen anspruchsvoll und vielseitig ist. Ob in einer Pflegeeinrichtung oder in einem ambulanten Dienst: Wer in der Altenpflege arbeitet, braucht medizinische Kenntnisse, psychologisches Einfühlungsvermögen und echte Managementqualitäten.
Gerade in einer Gesellschaft des langen Lebens wird die Altenpflege als professionelle Dienstleistung immer wichtiger.
Die steigende Zahl der Pflegebedürftigen erhöht den Bedarf an Fachkräften. Unsere Gesellschaft wird älter. In den vergangenen 100 Jahren ist die Lebenserwartung um über 30 Jahre gestiegen und wird bis zum Jahr 2050 durchschnittlich um weitere sechs Jahre wachsen. In Deutschland verzeichnen wir einen Trend zum "dreifachen Altern": Die absolute Zahl der älteren Menschen, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung und die Zunahme der Zahl und Anteilswerte der über 80jährigen.
Derzeit sind mehr als eine Millionen Personen hauptberuflich mit dem Alter bzw. mit Altersthemen beschäftigt. Mit dem zunehmenden Bedarf an Versorgungs-, Pflege-, Beratungs- und Betreuungsleistungen wird auch ein erhöhter Bedarf an Pflegefachkräften einhergehen. Bis zum Jahr 2020 werden mindestens zusätzlich 288.000 Pflegefachkräfte benötigt.
Wer soll in Zukunft die Pflegebedürftigen pflegen?
Demographischer und sozialer Wandel bewirken, dass das Pflegepotential (diejenigen, die als Laien die Pflege übernehmen können) zurückgeht bzw. nicht mehr ausreicht, die Zahl der Schulabgänger rückläufig ist und damit Pflegefachkräfte nicht in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.
In den gegenwärtigen und zukünftigen Einrichtungen der stationären Altenhilfe müssen mehr hochaltrige und multimorbide Pflegebedürftige von im Durchschnitt älteren Belegschaften betreut werden, die in absehbarer Zeit berentet werden.
Im Sinne der Selbstverpflichtung tragen Träger von Altenhilfeeinrichtungen und Altenpflegeschulen in höchster Weise Verantwortung für die engagierte und weit reichende Ausgestaltung verlässlicher Aus-, Fort- und Weiterbildungsstrukturen.
Die Ausbildung in der Altenpflege genießt in Nordrhein-Westfalen seit je her einen hohen Stellenwert. Seit dem 1. August 2003 wird die dreijährige Fachkraft-Ausbildung durch die Bundesländer nach dem Bundesgesetz über die Berufe in der Altenpflege durchgeführt.
