
Reinhild Mersch
Wiesenstraße 18
48653 Coesfeld
Telefon: 02541 7205-4200
Fax: 02541 7205-1999
E-Mail: erziehungsberatung.coesfeld@caritas-coesfeld.de

Ludwig Van Assche
Mühlenweg 88
48249 Dülmen
Telefon: 02594 950-4215
Fax: 02594 950-4259
E-Mail: erziehungsberatung.duelmen@caritas-coesfeld.de

Norbert Janning
Liudostrasse 13
59348 Lüdinghausen
Telefon: 02591 235-0
Fax: 02591 235-10
E-Mail: erziehungsberatung.luedinghausen@caritas-coesfeld.de

Hagen Freund
Ostdamm 133
48249 Dülmen
Telefon: 02594 7830-10
Fax: 02594 7830-116
E-Mail: gemeindepsychiatrische.dienste@caritas-coesfeld.de
Vernetzung ist notwendig
Gemeinsame Tagung der Jugendhilfe und der Gemeindepsychiatrischen Dienste
Reinhild Mersch, Professorin Dr. Sabine Wagenblass,
Hagen Freund, Dieter Heitmann
Die Situation von Familien, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist, stand im Mittelpunkt einer Fachtagung des Caritasverbands für den Kreis Coesfeld. Gemeinsam berieten die Mitarbeiter der Dienste der Erziehungshilfe sowie der Gemeindepsychiatrischen Dienste den Ausbau von Hilfsangeboten und die Kooperationsmöglichkeiten zwischen den beiden Fachbereichen.
Psychisch erkrankte Eltern seien „kein Randphänomen“, sondern gehörten zum Alltag von Jugendhilfe und Psychiatrie, erklärte Professorin Dr. Sabine Wagenblass von der Hochschule Bremen. Eine Vernetzung zwischen den Hilfesystemen sei unbedingt notwendig, weil die komplexen Problemlagen und Belastungen in den Familien ineinander greifende Hilfsangebote erforderten. Denn: „Eine psychische Erkrankung stellt für alle Beteiligten eine belastende und krisenhafte Lebenssituation dar.“
Dieter Heitmann von der Universität Duisburg-Essen stellte das Präventionsprojekt „KANU – gemeinsam weiterkommen“ für Kinder psychisch kranker Eltern vor. In diesem Projekt werden Kinder von denen ein oder beide Elternteile psychisch erkrankt sind im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren durch Familiengespräche, regelmäßige Unterstützung durch ehrenamtliche Paten und weitere kommunikative und kreative Gruppenangebote stabilisiert, um die Situation der Kinder zu verbessern.
Diskutiert wurden Möglichkeiten, wie Kooperation und Vernetzung der Fachbereiche möglich und nötig seien, um möglichst frühzeitig Probleme in belasteten Familien zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen. „Da der Caritasverband Hilfen unter einem Dach bietet, werden wir künftig den „kurzen Dienstweg“ nutzen, um fachübergreifend Hilfebedarfe zu besprechen“, erklärt Hagen Freund, Fachbereichsleiter der Gemeindepsychiatrischen Dienste. „Gemeinsam können wir auch neue Hilfeangebote konzipieren, denkbar wäre der Aufbau einer Gruppe für Kinder von psychisch kranken Elternteilen oder das Ambulant Betreute Wohnen für psychisch kranke Mütter mit Kindern“, so Reinhild Mersch, zuständig für die Erziehungshilfe in Coesfeld.
Bei unterschiedlich strukturierten Diensten - für die Stellen der Erziehungshilfe sind die Kommunen zuständig während die Gemeindepsychiatrischen Dienste vom Landschaftsverband und dem Kreis Coesfeld getragen werden und kreisweit tätig sind – müssen kreative Lösungen der Zusammenarbeit gefunden werden. „Daher wollen wir in der Öffentlichkeit noch stärker auf das Problemfeld von Familien mit psychisch kranken Eltern aufmerksam machen“, so ein Fazit der Tagung.
