
Marion Hafenrichter, Schwerpunkt Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer und interkulturelle Öffnung
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Caritas öffnet sich Menschen mit Migrationshintergrund
Ideen zur Interkulturellen Öffnung der "Offenen Dienste".
Um ratsuchenden Menschen mit Migrationshintergrund seine Dienste und Einrichtungen leichter zugänglich zu machen, setzt der Caritasverband für den Kreis Coesfeld auf die interkulturelle Öffnung seiner Dienste. Zum Auftakt des Projekts waren Mitarbeiter des Caritasverbands, sowie Ehrenamtliche aus den Caritas-Konferenzen der Kirchengemeinden und den Beratungsstellen "Offenes Ohr" ins Barbara-Haus nach Dülmen eingeladen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Hans Wietert-Wehkamp vom Institut für Soziale Innovation in Solingen und seiner Kollegin Elena Lazaridou. "Interkulturelle Öffnung hat etwas mit innerer und äußerer Bewegung aller Beteiligten zu tun." Der demographische Wandel, der die Bevölkerung in Deutschland künftig "weniger, bunter und älter" werden lasse, sei ein wichtiger Anlass, sich verstärkt mit der interkulturellen Öffnung zu befassen. Bezug nehmend auf empirische Studien ("Sinus-Studie") seien die Menschen mit Migrationhintergrund in Deutschland eine zwar heterogene Gruppe, deren große Mehrheit sich aber in Deutschland angenommen und integriert fühle. Es gelte, die verschiedenen Lebenswelten der Migranten zu betrachten, um im Falle von Hilfsbedürftigkeit einen Zugang zu ihnen zu finden.
Um für das Thema zu sensibilisieren, wurden die Teilnehmer angeleitet, ihren eigenen "Wanderungshintergrund" zu bedenken, woher beispielsweise die Eltern stammen oder ob eigene "Wanderungen" aufgrund von Ausbildung oder Arbeitsplatzwechsel stattgefunden haben. Fazit: Nähere oder auch fernere Zuwanderung aus einem anderen Land ist normal. Zudem brachten die Teilnehmer ihre Erfahrungen ein, die sie mit Migranten bereits gemacht haben, im beruflichen wie im privaten Umfeld.
Wie können die Angebote der Caritas so niedrigschwellig sein, um Ratsuchende mit Migrationshintergrund zu erreichen? Wie und mit welchen Organisationen kann sich die Caritas vernetzen, um Migranten besser zu erreichen? Wie kann das Profil der Caritas durch die interkulturelle Öffnung geschärft und kommuniziert werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich in den nächsten zwei Jahren verschiedene Arbeitsgruppen.
Projektleiterin Marion Hafenrichter zeigte sich zufrieden mit der Auftaktveranstaltung. Die Diskussionen seien engagiert und lebendig gewesen, was in der Weiterarbeit befördert werden soll. Geschäftsführer Thomas Appelt zog ebenfalls eine positive Bilanz. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe werden die Arbeitsgruppen moderieren, um zu Zielvereinbarungen zu kommen.
