Christian Germing
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Wie Menschen mit Behinderung wohnen wollen
Mit einer Wohnbedarfsanalyse hat der Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. in die Zukunft geschaut. Anhand einer Umfrage wurden die Wohn-Wünsche der 627 Menschen mit Behinderung in den Caritas-Werkstätten Nordkirchen und den drei Caritas-Wohnheimen erhoben.
Menschen mit Behinderung, die Schüler der Heilerziehungspflege und Beteiligte.
"Mir hat gut gefallen, dass ich zu meinen Wohn-Wünschen befragt wurde",
äußerte eine Befragte am Schluss der Veranstaltung.
"Nun hoffe ich, dass meine Wünsche auch in Erfüllung gehen!"
"Je nach Lebensalter, Lebensform und Lebenslage unterscheiden sich die Wohn-Wünsche von Menschen mit Behinderung nur wenig von denen, die wir bei Menschen ohne Behinderung vermuten würden", erklärt Michael Katzer, Projektleiter für die Wohnbedarfsanalyse. Es gebe Wünsche etwa nach einem selbstständigen Wohnen in den eigenen vier Wänden, mit und ohne Begleitung, oder bei der Gestaltung bestehender Zimmereinrichtungen.
Die Menschen mit Behinderung fühlten sich durch die Befragung an ihrer Lebensplanung beteiligt und dadurch wertgeschätzt, freut sich Michael Katzer über Rückmeldungen der Menschen mit Behinderung. Stolz sei der Verband auch auf die Qualität der Ergebnisse, da sämtliche Klienten, unabhängig von der Schwere ihrer Behinderung, befragt worden seien. "Auch die Personen, die als mehrfachschwerstbehindert bezeichnet werden, wurden von uns beteiligt." Mit einer entsprechenden Methodik und der anwaltschaftlichen Assistenz von Mitarbeitenden hätten sie ihre Wünsche angeben können.
"Wir nehmen die Wohn-Wünsche von Menschen mit Behinderung ernst", erklärt Christian Germing, Abteilungsleiter für die Behindertenhilfe beim Caritasverband. Die Ergebnisse der Befragung würden bei der Planung neuer Wohnformen mit einbezogen. Das sei auch deshalb geboten, da viele Menschen mit Behinderung nicht mehr bei ihren alternden Eltern leben können und zudem die Lebenserwartung steige. "Für die steigende Nachfrage wollen wir mit unseren Wohnangeboten gut aufgestellt sein."
Germing freute sich zudem über die gelungene Kooperation mit dem Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg, deren Schülerinnen und Schüler der Heilerziehungspflege die Befragung durchgeführt haben.
