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Stand: 02.05.2017

Pressemitteilung

Caritas-Altenpflegeseminar feiert 25-jähriges Jubiläum

Die Absolventen des Altenpflegeseminars wurden im Rahmen der 25-Jahr-Feier verabschiedet. Die aktuellen Absolventen des Altenpflegeseminars wurden im Rahmen der 25-Jahr-Feier verabschiedet. CV

In den folgenden 25 Jahren wurden und werden 1.145 examinierte Altenpfleger ausgebildet. Dieses Jubiläum hat das Altenpflegeseminar am 31. August 2017 in der Bürgerhalle Coesfeld mit zahlreichen Gästen gefeiert. Johannes Böcker, Geschäftsführer des Altenpflegeseminars beleuchtete in seiner Festrede die Entwicklung der Altenpflegeausbildung in den vergangenen 25 Jahren.

Seit 1990, als in den ersten zwei Ausbildungsjahren gerade mal ein geringes Praktikantenentgelt gezahlt wurde, hat sich viel getan: "Die Entwicklung der Ausbildungsordnung ist ein fast schon berufspolitischer Deutungsweg, der aufzeigt, wie die Wichtigkeit der Versorgung älterer Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf zugenommen hat", so Böcker. Der Durchbruch für die Ausbildung zum Altenpfleger in NRW kam 1994: Die Vergütung entsprach endlich den Allgemeinen Vertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes und die Auszubildenden erhielten ein reguläres Gehalt. Der nächste Meilenstein markiert das Jahr 2000: Ein Umlagesystem wird eingeführt, das ab nun für eine gleichmäßige Kostenverteilung der Altenpflegeausbildung bei den Einrichtungen sorgt. Ziel war, möglichst viele Träger zur Finanzierung der Altenpflegeausbildung heranzuziehen. Seit der letzten Änderung der Ausbildungs- und Vergütungsordnung im Jahr 2003, beinhaltet die dreijährige Ausbildung zum Altenpfleger 2.100 Theoriestunden und 2.500 Praxisstunden im Blocksystem. Die Ausbildungsverträge, die bisher mit dem Altenpflegeseminar geschlossen wurden, werden nun mit den Altenhilfeeinrichtungen vereinbart.

Ein weiterer, zukunftsweisender Schritt folgte im Juli dieses Jahres, in dem der Bundestag das neue Pflegeberufegesetz beschloss. Es soll die Trennung der Ausbildung in Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege aufbrechen und ermöglichen, dass Pflegekräfte in allen Bereichen einsetzbar sind. "Dies bedeutet, dass ein lebenslanges Lernen für die fortlaufende persönliche und fachliche Weiterentwicklung unabweisbar notwendig ist. Ein Anspruch, dem das Pflegeberufegesetz voll umfänglich nachkommt und demnach vom Altenpflegeseminar den systematischen Ausbau der Fort- und Weiterbildung fordert", betont Böcker. Von Beginn an hat sich das Altenpflegeseminar für die generalistische Ausbildung und die Umsetzung im Kreis Coesfeld eingesetzt.

Die rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb einer gemeinsamen Schule für Pflegeberufe, die von dem Caritas-Altenpflegeseminar und von der Schule für Gesundheitsberufe der Christophorus-Kliniken zukünftig mehrheitlich unter Beteiligung der Altenhilfe im Kreis getragen werden soll, sind vorbereitet. Die Zustimmung des zuständigen Ministeriums zur Gründung der Schule für Pflegeberufe steht immer noch aus.

Im Rahmen der Jubiläumsfeier wurden auch die frisch ausgebildeten Altenpfleger der Kurse 38 und 39 verabschiedet. Mit den Zertifikaten zum examinierten Altenpfleger in den Händen feierten sie gemeinsam ihren verdienten persönlichen Erfolg.