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Stand: 02.05.2017

Pressemitteilung

Schau mich an – Gesichter einer Flucht

Gerburgis Sommer mit der Ausstellung 'Gesichter einer Flucht'Gerburgis Sommer mit der Ausstellung "Gesichter einer Flucht"Fotostudio Augenblick

Dabei schlägt die Ausstellung den Bogen von der Gegenwart in die Vergangenheit: So zeigt zum Beispiel ein Portrait Danilo, der in der DDR aufgewachsen ist. Er versteht, was Menschen zur Flucht treibt und wie sie sich fühlen, wenn sie in ihrer neuen Heimat ausgegrenzt werden. Genauso Greta aus Wesel, die eigentlich aus Ostpreußen stammt, von wo sie 1945 von den Russen vertrieben wurde. Über die Flüchtlinge heute sagt sie: "Viele wären zu Hause besser aufgehoben, als die riskante Überfahrt zu wagen." Aber: "Wenn ich gewusst hätte, dass die Russen uns vertreiben, wäre ich auch geflohen."

In der Ausstellung zeigen Menschen offen und mutig ihre Gesichter und erzählen ihre Schicksale. Die freie Journalistin Geburgis Sommer, die auch im Asylkreis Haltern am See aktiv ist, hat die Ausstellung ehrenamtlich entwickelt. Das Fotostudio Augenblick und die Kommunikationsagentur Gute Botschafter brachten für die Umsetzung ihre Kompetenzen unentgeltlich ein und die Druckkosten übernahmen das Land NRW sowie der Caritasverband für die Diözese Münster. Ziel der Ausstellung ist es einen Beitrag zur Integration zu leisten und das Unbekannte zum Bekannten zu machen. So lassen sich Scheu, Ängste und Vorurteile vor Fremdem am besten abbauen.

Der Fachdienst Integration & Migration des Caritasverbandes will hierzu Gelegenheit schaffen und hat die Ausstellung "Schau mich an - Gesicht einer Flucht" ausgeliehen.Die Eröffnung der Ausstellung findet am 18. Mai 2017 um 16 Uhr im Caritas Haus, Osterwicker Straße 12 statt und wird durch den Vorstand Johannes Böcker sowie die Initiatorin der Ausstellung, Gerburgis Sommer, eröffnet. Begleitet wird Sommer von Flüchtlingen, die persönlich ihre Geschichte der Flucht erzählen werden. Eingeladen ist jeder, der Interesse hat.

"Wir freuen uns, dass wir die Ausstellung präsentieren und so einen Beitrag dazu leisten können, Flüchtlingen - wenn auch nur Einzelnen - ein Gesicht zu geben. Wir möchten damit deutlich machen, dass sich hinter jedem Flüchtling ein Mensch mit einer persönlichen Geschichte verbirgt. Das wollen wir würdigen und dem durch die Ausstellung Präsenz verleihen. Wir freuen uns über viele Besucher in unserem Haus, die an den verschiedenen Schicksalen und Hintergründen interessiert sind und sich die Ausstellung anschauen möchten", so Böcker.

Die Ausstellung ist auch ein Beitrag zur Jahreskampagne der deutschen Caritas "Zusammen sind wir Heimat". "Wir wollen die Deutungshoheit über das was Heimat ist, nicht denen überlassen, die ausgrenzen und verurteilen. Wenn Menschen ihre Heimat verlieren, sind wir als Christen aufgefordert, ihnen beizustehen. Dafür möchten wir mit der Ausstellung ein Zeichen setzen", betont Böcker

Zur Eröffnung begrüßt der Vorstand, neben der Projektleiterin Sommer, die die Ausstellung vorstellen wird, auch Valerie Breitkopf und Tim Schröer vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Coesfeld sowie Gerburg Schwering und Bernd Lippe als Sprecher der Flüchtlingsinitiative Coesfeld.

Bei Fragen steht Majda Mchiche (FIM Coesfeld) gerne zur Verfügung: 02541 7205-4208

Über die Ausstellung: www.gesicht-einer-flucht.de

Foto: Gerburgis Sommer / Fotostudio Augenblick www.fotostudio-augenblick.com