URL: www.caritas-coesfeld.de/pressemitteilungen/beratung-und-hilfe-fuer-kinder-in-krisensituatione/1049692/
Stand: 02.05.2017

Pressemitteilung

Beratung und Hilfe für Kinder in Krisensituationen

Jugendliche in einer GruppeFotolia

Der Caritasverband für den Kreis Coesfeld nimmt wahr, dass in der Öffentlichkeit die Annahme verbreitet ist, das Angebot der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche richte sich nur an Eltern. "Dies möchten wir gerne richtigstellen, denn Kinder und Jugendliche können die Leistungen gleichermaßen in Anspruch nehmen", so Vorstand Johannes Böcker.

"Wir halten für alle Altersgruppen bis zu 21 Jahren ein kostenfreies und vertrauliches Beratungsangebot, unter anderem zum Thema Kinderschutz, vor. Kinder und Jugendliche können uns über unsere Notfallnummer, die auf unserer Homepage veröffentlicht ist, oder die online-Beratung direkt kontaktieren. Wir vereinbaren dann unmittelbar ein Gespräch mit einem Berater und suchen, je nach individuellem Fall, mögliche Lösungswege", betont Ludwig van Assche, Leiter der Erziehungsberatung.

In den Beratungsstellen selbst können Einzelgespräche für Kinder und Jugendliche, mit oder ohne ihre Eltern, durchgeführt werden. Ebenso personenzentrierte Kinder- oder Familientherapie bei seelischen oder familiären Konfliktlagen. In Gesprächen und Spielen sorgen Therapeuten für konkrete Lebenshilfe. Eine Vielzahl an Gruppenangeboten bieten zudem Kindern Möglichkeit zum Austausch mit Gleichaltrigen, die sich in ähnlichen Situationen befinden.

"Unsere Berater sind als Fachkräfte staatlich anerkannt und teilweise auch als Kinderschutzfachkräfte ausgebildet. Zudem gibt es mit allen Jugendämtern Vereinbarungen über die konkrete rechtliche und pädagogische Vorgehensweise, wenn sich Kinder in bedrohlichen Situationen befinden, sowie ein abgestimmtes, externes Helfersystem etwa mit der ärztlichen Kinderschutzambulanz in Münster", so van Assche.

Die Caritas-Beratungsstellen haben Standorte in Coesfeld, Dülmen und Lüdinghausen und bieten damit kreisweit Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche. "In der Praxis entsteht der Kontakt aber über Eltern, Familienangehörige, Kindergärten, Schulen oder Fachkräfte aus der Familienarbeit. Entsteht bei diesen Personen der Verdacht, das Kindeswohl könne in Gefahr sein, bieten wir ein anonymes Fallgespräch an, in dem wir über diesen Verdacht und die weitere Vorgehensweise sprechen können", so van Assche.