Über unsere Finanzen

Der Caritasverband stellt seit vielen Jahren einen Jahresabschluss und seit dem Jahr 2012 einen Lagebericht auf, um Transparenz zu gewährleisten. Der Jahresabschluss richtet sich nach den handelsrechtlichen Vorschriften. Jahresabschluss und Lagebericht werden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (BPG) mit Sitz in Münster geprüft. Für 2016 hat die BPG wieder einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Die Bilanzsumme ist in 2016 leicht auf rund 41,5 Millionen Euro gestiegen. Auf der Aktivseite der Bilanz bildet der Posten Sachanlagen, mit rund 27,5 Millionen Euro (67 Prozent), den größten Anteil des Vermögens. Investitionen wurden im Berichtsjahr in Höhe von 0,9 Millionen Euro getätigt. Das Eigenkapital des Caritasverbandes beläuft sich, einschließlich der Sonderposten (aus der Zuschussfinanzierung des Sachanlagevermögens), auf rund 31,2 Millionen Euro (75 Prozent). Rückstellungen in Höhe von insgesamt 0,9 Millionen Euro betreffen im Wesentlichen den Personalkostenbereich, hinsichtlich der betrieblichen Altersvorsorge, Urlaub und Überstunden.

Jahresbericht 2017 Investitionen

Ergebnisplus in 2016 durch Sondereffekte

Die Ergebnisentwicklung der letzten Jahre dokumentiert im operativen Bereich eine solide wirtschaftliche Entwicklung.

Im Jahr 2016 schließt der Gesamtverband mit einem Ergebnisplus ab, das durch einen Einmaleffekt bedingt ist, der aus Rückzahlungen der kirchlichen Zusatzversorgungskasse rührt, die im Zusammenhang mit einer geänderten Finanzierungssystematik der betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter des Caritasverbandes steht. Der operative Bereich weist im Berichtsjahr eine Unterdeckung aus, die durch nicht ausreichende Refinanzierung sozialer Dienste entsteht. Die Summe der Erträge steigt dabei um 4,5 Prozent auf über 38,9 Millionen Euro, während sich die Aufwendungen um 4,3 Prozent erhöhen. Dabei steigen die Personalkosten in 2016 tarif- und wachstumsbedingt um 5,2 Prozent. Bei den Erträgen dominieren mit über 18 Prozent die Erträge aus Pflege- und Betreuungsleistungen, die über die Pflege- und Krankenkassen, den Landschaftsverband sowie Städte und Kommunen finanziert sind.

Jahresbericht 2017 Aufwendungen

Betriebswirtschaftliche Herausforderung

Der Caritasverband bietet als vielseitiger Leistungsträger in den sozialen Feldern mit rund 35 Diensten, Einrichtungen und Beratungsstellen Unterstützungen an, die sehr  unterschiedlichen Finanzierungsbedingungen unterliegen und damit ebenso unterschiedliche Ergebnispotenziale aufweisen. Die größte betriebswirtschaftliche Herausforderung ist die Refinanzierung der Personal- und Sachkosten durch öffentliche Kostenträger. Die verhandelten Kostensätze reichen oftmals nicht aus, um eine Vollkostendeckung zu erreichen. Die Werkstätten können weiterhin regelmäßig positive Jahresergebnisse, trotz hoher Instandhaltungsaufwendungen, erreichen.

Jahresbericht 2017 Erträge

Ausblick 2017

Die kostendeckende Finanzierung der weiter zu erwartenden deutlichen Steigerungen im Personal- und Sachkostenbereich, bleibt bei der nicht gesicherten Refinanzierung eine betriebswirtschaftliche Herausforderung. Das neue Bundesteilhabegesetz wird in den nächsten Jahren die Rahmenbedingungen der Einrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderungen verändern, so dass von einer verstärkten Konkurrenz und Marktsituation auszugehen ist. Durch die Fertigstellung des Caritas Hauses in Lüdinghausen und damit verbundenen Ein-Standort-Konzeption wird erreicht, dass die Sozialraumorientierung der Dienste, Einrichtungen und Beratungsstellen des Caritasverbandes in Lüdinghausen wesentlich verstärkt wird. Der geplante Erweiterungsbau der Werkstatt in Nordkirchen wird für die Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen ein guter Arbeitsort werden.