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Stand: 26.06.2018

Pressemitteilung

Freiwilligendienst als Lebenserfahrung

Bundesfreiwilligendienstleistende Oliva mit einer Bewohnerin des Wohnheims Ascheberg.Bundesfreiwilligendienstleistende Oliva mit einer Bewohnerin des Wohnheims Ascheberg.CV

In Deutschland will sie ihre Kenntnisse in diesem Bereich vertiefen - der Bundesfreiwilligendienst bot hierfür die passende Gelegenheit.

So unterstützt Oliva nun seit Januar die Mitarbeiter des Wohnheimes und erfüllt sich damit einen Kindheitstraum: "Ich mag es, andere Länder und Kulturen kennenzulernen und Deutschland hat mich schon als Kind interessiert". Organisiert werden der Bundesfreiwilligendienst und die Teilnahme ausländischer Bewerber über die Freiwilligen Sozialen Dienste (FSD) des Bistums Münster. Mit den Bewerbern werden vor vorab per Skype Gespräche geführt und dann gemeinsam alle bürokratischen Schritte für die Zeit in Deutschland veranlasst. Während des Aufenthaltes begleitet der FSD die jungen Menschen mit insgesamt fünf themenbezogenen Seminarwochen und zusätzlichen Treffen für die ausländischen Freiwilligen.

Die 29-jährige ist froh, den Schritt gewagt zu haben: "Ich fühle mich wohl hier, habe schon jetzt viele nette Menschen kennengelernt und spannende Dinge erlebt". Wie bereits einige andere Freiwilligendienstleistende hat auch sie die Möglichkeit, ein Appartement im Wohnheim zu bewohnen, was sie gerne in Anspruch nimmt. Zu den täglichen Aufgaben ihrer Tätigkeit gehört es, die Bewohner in ihrem Alltag zu unterstützen, Freizeit mitzugestalten und Pflegetätigkeiten zu übernehmen. Dabei ist sie in der Früh- und Spätschicht sowie am Wochenende eingesetzt und nimmt an Teamsitzungen teil.

In Madagaskar hat sie einige Jahre als Pflegehelferin gearbeitet und hatte in dieser Tätigkeit auch mit Menschen mit Behinderung zu tun, aber sie stellt in diesem Bereich Unterschiede zwischen Deutschland und ihrem Heimatland fest: So gibt es in Madagaskar keine staatliche Unterstützung für Menschen mit Behinderung und die wenigen privaten Einrichtungen sind sehr teuer. Betroffene haben kaum Chancen auf Förderung und Begleitung und werden meist in den eigenen Familien betreut. Das Team des Wohnheims profitiert aus Olivas Unterstützung, die sich nach und nach immer mehr traut, ihre wachsenden Deutsch-Fähigkeiten auch anzuwenden. Sie überlegt, im Anschluss an den Freiwilligendienst eine Ausbildung als Kranken- und Gesundheitspflegerin in Deutschland anzufangen.

Die Wohnheime des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld suchen auch in diesem Jahr noch weitere Freiwilligendienstleistende für das Freiwillige Soziale Jahr oder den Bundesfreiwilligendienst. Freie Stellen gibt es im Wohnheim Ascheberg (02593 92858-2004) und im Wohnheim Lüdinghausen (02591 9154-0).