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Stand: 02.05.2017

Pressemitteilung

Haus Westermann: Caritasverband und Investor unterzeichnen Absichtserklärung

Johannes Böcker und Thomas Buhl unterzeichnen die Absichtserklärung(vorne l.) Johannes Böcker, Caritas-Vorstand, und (vorne r.) Thomas Buhl, Architekt, unterzeichnen die Absichtserklärung. Im Hintergrund v.l.n.r.: André Bußkamp (Ressortleiter Beratung & Wohnen), Doris Hinkelmann (Ressortleiterin Pflege & Begleitung), Dietmar Bergmann (Bürgermeister Nordkirchen) und Josef Klaas (Fachbereichsleiter Bauen, Planung, Umwelt, Gemeinde Nordkirchen).CV / Judith Bomholt

Nach dreijähriger Planungszeit haben Johannes Böcker, Vorstand des Caritasverbandes, und der Investor, Thomas Buhl, nun die Absichtserklärung unterzeichnet.

Das alte Gebäude des Hauses Westermann muss für das neue Gebäude weichen, das durch den Architekten Thomas Buhl, der gleichzeitig auch der Investor des Projekts ist, umgesetzt wird. Die unterzeichnete Absichtserklärung hält unter anderem fest, dass der Caritasverband das Erdgeschoss und Obergeschoss des Neubaus mieten und dort zwei unterschiedliche Wohnformen anbieten wird: Im Erdgeschoss wird auf 400 Quadratmetern eine Wohngemeinschaft für pflegebedürftige Menschen Einzug finden. Jedem der elf Bewohner steht dann ein Zimmer mit Bad von 28 Quadratmetern zur Verfügung sowie der gemeinschaftliche Ess- und Wohnbereich. Unterstützung im Haushalt erhalten die Bewohner durch Hauswirtschafts- und Betreuungskräfte, außerdem können sie Pflegeleistungen hinzubuchen. Im 1. Obergeschoss werden, ebenfalls auf 400 Quadratmetern, acht Apartments von 42 Quadratmetern eingerichtet - jeweils mit Wohn- und Schlafraum, Kochnische und Bad und einer eigenen Haustür. Hier sollen Menschen mit Behinderung, die vom Ambulant begleiteten Wohnen des Caritasverbandes betreut werden, ein neues zu Hause finden. Selbstständig aber nicht allein - nach diesem Prinzip soll sich das Leben hier gestalten.

Neben dem Caritasverband wird die Schlossgemeinde Nordkirchen mit einer Kombination aus Touristen-Info, Postagentur und Mobilitätszentrale in dem neuen Gebäude Einzug finden. Die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde und ihre Offenheit, eine Einrichtung für diese besonderen Wohnformen mitten im Ort anzubieten, sieht der Caritas-Vorstand Johannes Böcker als vorbildlich: "Wir haben lange nach einem Standort für dieses Projekt gesucht, bei der Gemeinde Nordkirchen waren wir damit sofort willkommen. Das ist leider noch nicht überall selbstverständlich. Dabei ist es für alle Seiten belebend, alte Menschen oder Menschen mit Behinderung in unsere Mitte zu holen. Nordkirchen  setzt hier ein positives Zeichen für die Gesellschaft", so Böcker. Auch Bürgermeister Dietmar Bergmann sieht durch die Anwesenheit des Caritasverbandes einen Profit für seine Gemeinde: "Wir haben bereits mit der Tagespflege in Südkirchen gute Erfahrungen gemacht. Kürzlich hat ein Chor nach Räumlichkeiten für Proben gesucht, die Tagespflege hat dazu sofort die Türen geöffnet. Es ist eine Bereicherung für das ganze Gemeinwesen, solche Vereine zu haben, die unkompliziert diese Begegnungen suchen. Zudem ist das neue Wohnprojekt auf unserem Weg zur inklusiven Gemeinde ein ganz wichtiger Baustein."

Der Zeitplan zur Umsetzung sieht vor, in den Sommerferien mit dem Abriss des Hauses Westermann zu beginnen. Architekt Thomas Buhl möchte dann, bis zum Beginn des Rohbaus, nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen. Die Fertigstellung des Rohbaus ist für Herbst 2019 geplant, so dass anschließend der Innenausbau Fahrt aufnehmen kann. Die Aufnahme des Betriebes beider Wohnformen durch den Caritasverband ist für das Frühjahr 2020 vorgesehen.