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Stand: 26.06.2018

Pressemitteilung

Henrichmann besucht Caritasverband

Henrichmann besucht CaritasverbandTauschten sich über sozialpolitische Themen aus (v.l.): Christian Germing, künftiger Vorstand des Caritasverbandes, Marc Henrichmann, Mitglied des Bundestages, Valentin Merschhemke, CDU Stadtverband Coesfeld und Johannes Böcker, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld. CV / Gerburgis Somer

Für Johannes Böcker war es der letzte Termin als Vorsitzender der Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann war zu Gast beim Caritasverband, begleitet vom CDU-Kreistagsmitglied Valentin Merschhemke. An dem Gespräch nahm auch Johannes Böckers zukünftiger Nachfolger, Christian Germing, teil. Die Diskussion um einen Pflichtdienst, der soziale Wohnungsbau und das Aktionsprogramm Pflege waren die zentralen Themen des Austausches.

Einig zeigten sich die Gesprächspartner darin, dass es sinnvoll für junge Menschen sei, soziale Aufgaben zu übernehmen. 900 Plätze stellt die Caritas im Bistum für Freiwilligendienste bereit. "Wir sind dankbar für die sehr motivierten jungen Leute, die zu uns kommen", erklärte Germing. Der CDU-Politiker hielt die Diskussion um einen Pflichtdienst für wichtig. "Wir müssen Verständnis dafür wecken, dass es neben Rechten auch Pflichten gibt, der Gesellschaft etwas zurückzugeben", betonte Henrichmann.

Drei Wohnheime für Menschen mit geistiger Behinderung betreibt die Caritas in Ascheberg, Lüdinghausen und Olfen. Der Kreis Coesfeld sei "der am besten mit stationären Plätzen versorgte Kreis in Deutschland", betonte Germing. Vorrang genießen daher ambulante Wohnformen. "Dafür brauchen wir eine Initiative für sozialen Wohnungsbau", meinte deshalb Böcker. So eine Initiative sei auf dem Weg, erklärte Henrichmann. Auf 3,5 Milliarden Euro habe die Bundesregierung die Mittel für den sozialen Wohnungsbau für die Jahre 2019 bis 2021 erhöht.

"Handlungsdruck" sieht Germing in der Pflege. Hier verwies der Abgeordnete auf das Sofortprogramm des Bundesgesundheitsministeriums. Dieses sieht neben mehr Stellen auch eine höhere Vergütung vor. Wenig attraktiv seien Pflegeberufe aus Sicht der Caritas-Vertreter allerdings vor allem wegen der vielen Teilzeitstellen im ambulanten Bereich und nicht aufgrund der Vergütung. Hier zahle der Caritasverband mit seinem Tarif bereits gut.

Auch um künftige Aktivitäten der Caritas ging es in dem Gespräch. Tagespflegeangebote, die bereits in Ascheberg, Coesfeld, Havixbeck, Nottuln, Olfen und Südkirchen sehr gut angenommen werden, soll es künftig auch in Lüdinghausen und Senden geben. Senden ist auch der gewünschte Standort für einen neuen, in Gründung befindlichen Inklusionsbetrieb. Dieser wird Dienstleistungen rund um Haus und Garten anbieten.