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Stand: 02.05.2017

Pressemitteilung

Projekt „Begleitete Elternschaft“ ein Jahr nach dem Start

Birgit Feldkamp in ihrem Büro Birgit Feldkamp CV / Judith Bomholt

Projektleiterin Birgit Feldkamp blickt ein Jahr nach dem Start auf das bisher Erreichte zurück: "Wir sind mit vier Familien gestartet, die bis dahin durch unseren Dienst "Ambulant Begleitetes Wohnen" unterstützt wurden. Im Rahmen des Fachdienstes "Begleitete Elternschaft" konnten wir die Hilfen, speziell für die Eltern mit ihren Aufgaben in der Erziehung ihrer Kinder, gezielter ausrichten. Fünf weitere Familien kamen im Laufe des Jahres hinzu und es gelang uns, sie so zu begleiten, dass deren Kinder in den jeweiligen Familien verbleiben konnten", berichtet Feldkamp. Dies sei das Ziel des Projektes, ebenso die Rückführung von Kindern, die zeitweise in Obhut genommen wurden. Auch das gelang in zwei Fällen.

Mit dem Auftakt ist Feldkamp zufrieden. Jedoch müsse nun daran gearbeitet werden, das Angebot bekannter zu machen. Der Zulauf von Eltern mit einer psychischen Behinderung oder Suchterkrankungen ist gut, ausbaufähig derer mit einer geistigen Behinderung. "Hier scheint es noch Informationsdefizite zu geben. Wir stellen fest, dass bei vielen Menschen mit einer geistigen Behinderung noch nicht ausreichend bekannt ist, dass auch hier der Kinderwunsch nicht unerfüllt bleiben muss und es dazu sowie bei der Kindererziehung ein umfangreiches Unterstützungsangebot unseres Dienstes gibt", berichtet Feldkamp. Eltern mit einer Behinderung oder Erkrankung seien oftmals hoch motiviert ihre Kinder gut zu erziehen, sie brauchen jedoch in unterschiedlichen Umfang Unterstützung.

Schwerpunkte in der Begleitung der Familien seien zum Beispiel das Identifizieren von Problemen, die Analyse der jeweiligen Beziehungssysteme, das Erkennen der eigenen Stärken und Kompetenzen oder auch die Inanspruchnahme von Therapieangeboten Dritter. "Die Kooperation und Vernetzung mit anderen Diensten ist sehr wichtig, um individuell optimale Hilfsangebote zusammenzustellen", erläutert Feldkamp. Daneben hält der Caritasverband auch ein niedrigschwelliges Beratungsangebot zu den Themen Familienplanung, Sexualberatung, Familienwunsch und Schwangerschaft in entsprechend belasteten Familien vor.

Der neue Fachdienst wird durch die Aktion Mensch gefördert. Strukturell wurden für das Angebot innerhalb des Caritasverbandes die Leistungen der beiden Fachdienste "Sozialpädagogische Familienhilfe" und "Ambulant Begleitetes Wohnen" zusammengefasst und die Mitarbeiter des Projektes auf die neuen Anforderungen hin entsprechend geschult. Hierüber können fachliche Hilfen wie aus einer Hand angeboten werden. Kostenträger für das Ambulant Begleitete Wohnen ist bei entsprechenden Voraussetzungen der Landschaftsverband Westfalen- Lippe. Die notwendigen Hilfen zur Erziehung werden durch die jeweiligen Jugendämter übernommen.

Bei Interesse und Fragen steht Birgit Feldkamp unter 02541-72054101 gerne zur Verfügung.