Über zwei Tage hinweg beschäftigten sich zahlreiche Fach- und Führungskräfte aus Werkstätten, Inklusionsbetrieben und Integrationsfachdiensten mit aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Zukunftsperspektiven rund um die Arbeitswelt von Menschen mit Behinderung. Die Podiumsdiskussion, die Vorstand Christian Germing moderierte, widmete sich den Perspektiven eines inklusiven Arbeitsmarktes im Lichte des aktuellen Koalitionsvertrags und bot Raum für angeregte Debatten zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verbänden und Unternehmen. Mit Heike Heubach (SPD), Bettina Rivera (ÖGW), Heidi Stuffer (BAG SBV), Annett Schlesier (BSR) und Wilfried Oellers (CDU) sprach er über die Vorhaben der Koalition zur Verbesserung der Inklusion im Arbeitsmarkt.
Vorstand Christian Germing moderierte die Podiumsdiskussion im Rahmen der CBP-Fachtagung 2026.CBP
Germing fasste die aktuellen Herausforderungen zusammen: "Das aktuelle Inklusionsbarometer der Aktion Mensch e.V. zeigt: Die betriebliche Inklusion ist auf einem Tiefpunkt." Er betonte, dass die Beschäftigungsquote von Menschen mit Schwerbehinderung mit 4,41 Prozent den niedrigsten Stand seit 2013 erreicht habe. Mit Blick auf die Entwicklung in Unternehmen stellte er fest: "Gleichzeitig steigt die Zahl der Unternehmen, die gar keine Menschen mit Behinderung beschäftigen." In der Diskussion wurde deutlich, wie viele Hürden Menschen mit Behinderung beim Zugang zum Arbeitsmarkt erleben. Die zentrale Botschaft lautete: "Wir brauchen mehr Mut zur Inklusion! Dazu müssen Betriebe, Schwerbehindertenvertretungen, Reha-Einrichtungen, Leistungsträger und Politik zusammenarbeiten. Nur gemeinsam gelingt Inklusion"