Die Ausbildung zur Pflegefachkraft bietet jungen Menschen wie Firas Suleiman vielfältige Karrierechancen, eine persönliche Weiterentwicklung und die Möglichkeit, das Leben anderer nachhaltig zu bereichern. Wer sich zum Pflegefachmann oder zur Pflegefachfrau ausbilden lässt, bekommt weit mehr als einen sicheren Job: Er wird Teil eines engagierten Teams, lernt von Profis und wächst täglich über sich hinaus.
Firas startete am 1. August 2025 seine Ausbildung in der Sozialstation Lüdinghausen. Nahezu jeden Morgen fährt er von Marl aus rund 40 Minuten mit dem eigenen Auto zum Frühdienst. Für Firas kein Problem: "Pflege macht mir extrem Spaß. Ich kann Menschen in schwierigen Lebenssituationen helfen und erfahren, wie die ältere Generation früher gelebt hat." Schon jetzt übernimmt er verantwortungsvolle Aufgaben wie die Unterstützung beim Duschen oder das Anziehen von Kompressionstrümpfen - immer im Beisein seiner Praxisanleitung. Ihm gefällt besonders, wie viel er in kurzer Zeit lernt: "Eigentlich gefällt mir alles. Ich finde es spannend, wie sich Menschen durch Krankheiten verändern und welche medizinischen Möglichkeiten es gibt."
Der 23-jährige Firas Suleiman aus Marl absolviert seit August 2025 seine Ausbildung zum Pflegefachmann in der Caritas-Sozialstation Lüdinghausen.privat
Die Ausbildung ist dreijährig und umfasst 39 Stunden pro Woche. Neben der praktischen Arbeit steht für Firas Blockunterricht an der carecampus Pflegeakademie in Dülmen und regelmäßige Weiterbildungen auf dem Programm. "Ich hatte vorher null Erfahrung in der Pflege", verrät Firas, der vorher als Ergänzungskraft in einer Grundschule tätig war. Voraussetzung für die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder Pflegefachmann ist ein mittlerer Schulabschluss oder eine einjährige Pflegefachassistenz-Ausbildung sowie Freude am Umgang mit Menschen und Teamgeist. Firas Bruder ist bereits ausgebildeter Pflegefachmann und arbeitet in der Psychiatrie. Von ihm weiß er, wie wichtig Empathie und Kommunikation sind.
Die Ausbildung öffnet Türen für viele Wege: Ob in der ambulanten Pflege, in sozialen Einrichtungen oder im medizinischen Bereich - die Karrieremöglichkeiten sind vielfältig. Wer sich für die Pflege entscheidet, profitiert von sicheren Perspektiven, Weiterbildungschancen und einer erfüllenden Arbeit mit Menschen. Firas betont außerdem, dass der Pflegeberuf nicht auf ein Geschlecht reduziert werden sollte: "Pflege ist nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer. Pflege bedeutet Menschlichkeit!" Und Heike Haust, Pflegedienstleitung in Lüdinghausen fügt hinzu: "Wer den Pflegeberuf erlernt, macht seine Haltung zum Solidaritätsprinzip bereits im jungen Alter deutlich."
Bewerbungen für die Ausbildung zur Pflegefachkraft oder Pflegeassistenz in den Sozialstationen Dülmen, Lüdinghausen oder Senden für das Jahr 2026 sind jederzeit möglich. Wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und das Leben anderer positiv zu beeinflussen, findet hier seine Berufung.