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Stand: 26.06.2018

Pressemitteilung

Zehn Jahre Ambulante Rehabilitation für Suchterkrankte

Mann hält einen Vortrag vor PublikumDr. med. Matthias Schubring, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachklinik für Suchtmedizin und Psychotherapie, Alexianer St. Antonius GmbH Hörstel nannte Stress und hohe Ansprüche an sich selbst als Auslöser von Suchterkrankungen.CV / Hagen Freund

"Durch die ambulante Reha können Menschen in ihrem Umfeld bleiben. Das ist besonders wichtig mit Blick auf die Kinder, aber auch für den Erhalt des Arbeitsplatzes und die Förderung der beruflichen Leistungsfähigkeit", so Anneliese Haselkamp, Stellvertretende Landrätin des Kreises Coesfeld, in ihrem Grußwort. Den Caritasverband bezeichnete sie als konstruktiven und verlässlichen Kooperationspartner. An dem Fachtag im WBK Coesfeld am vergangenen Freitag nahmen  Fachkräfte sozialer Einrichtungen und Kooperationspartner sowie Mitarbeitende des Caritasverbandes teil.

Die lange Tradition der Suchthilfe im Caritasverband mit den verschiedenen regionalen Kooperationspartnern, die Entwicklung der "Ambulanten Rehabilitation Sucht" seit 2008 und den Zusammenschluss im Therapieverbund mit der Alexianer Fachklinik in Hörstel seit 2012 beschrieb Christian Germing, Vorstand des Caritasverbandes: "Wir betreiben seit 40 Jahren erfolgreich eine Suchtberatung und stellen individuell auf die Hilfesuchenden zugeschnittene Angebote im Bereich Sucht und Prävention zur Verfügung."  Eine große Herausforderung ist es, möglichst vielen Menschen wohnortnahe Angebote zu ermöglichen. Dem Caritasverband gelingt dies an drei Standorten  in Coesfeld, Lüdinghausen und Dülmen.

Den Schwerpunkt der Fachveranstaltung bildeten zwei informative Fachvorträge. Angelina Ahlert, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Rehabilitationsärztin im "Therapieverbund Ambulante Rehabilitation" und Oberärztin der Klinik am Schlossgarten in Dülmen referierte zu den Zusammenhängen zwischen Suchterkrankung und Depressionen.

Vortrag über Auslöser von Suchterkrankungen

Hohe gesellschaftliche Relevanz zeigte auch der Fachvortrag von Dr. med. Matthias Schubring, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Fachklinik für Suchtmedizin und Psychotherapie, Alexianer St. Antonius GmbH Hörstel zum Thema "Neuroenhancement": "Höher, schneller, weiter", mit diesem Titel bezog sich Dr. Schubring auf die gesteigerten Leistungsanforderungen und Stressbelastungen von außen, aber auch die eigenen Ansprüche an Selbstoptimierung. Diese können zu "Hirndoping", dem Gebrauch von leistungsteigenden Substanzen und Drogen, und damit zu Suchterkrankungen führen.

"Suchterkrankungen entwickeln sich in jedem Alter und finden sich in allen Bevölkerungsschichten - wir freuen uns über jeden Menschen, der frühzeitig Hilfe in Anspruch nimmt, um chronische, körperliche und seelischen Folgeerkrankungen und belastende Auswirkungen der Suchtmittelabhängigkeit auf das familiäre Umfeld zu vermeiden" betonte Hildegard Kohlhaas, Teamleitung der ambulanten Rehabilitation Sucht.

Die ambulante Suchttherapie wird von den Rentenversicherungsträgern als Rehabilitationsbehandlung finanziert. Der Weg führt über die Suchtberatungsstellen des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld in Coesfeld, Dülmen und Lüdinghausen. Hier werden die Voraussetzungen und die Kostenübernahme für die ambulante Suchttherapie geklärt.

Fragen zur Ambulanten Suchtrehabilitation beantwortet
Hildegard Kohlhaas, Tel. 02541/ 7205/ 4100, Kohlhaas@caritas-coesfeld.de