Beim Besuch von Marco Museler und Benjamin Wieger (v.l.) erhielt Renate Straukamp nicht nur ihr neues Hausnotruf-Gerät, sondern auch einen Blumenstrauß und Präsentkorb.Caritas Coesfeld
Nach dem Tod ihres Mannes lebt Renate Straukamp allein in ihrem Haus. Ihr Alltag ist von Aktivität und Eigenständigkeit geprägt: Sie strickt, ist gerne im Garten und versucht, sich ihr häusliches Umfeld so lange wie möglich selbst zu erhalten. Auf den Hausnotruf des Caritasverbandes wurde sie durch Bekannte aufmerksam, die das System bereits nutzen. "Bei unserer Beratung steht insbesondere im Mittelpunkt, wie sich Sicherheit im Alltag erhöhen lässt und welche Technik am besten zu den Bedürfnissen der Interessierten passt", sagt Catrin Kuth, Koordinatorin für den Hausnotruf beim Caritasverband. Gemeinsam fiel die Entscheidung auf ein Gerät der Firma CARU, das neben der klassischen Notruffunktion auch eine Sturz- und Spracherkennung bietet. "Die Möglichkeit, dass das Gerät Stürze erkennt und auch per Sprache genutzt werden kann, hat mich überzeugt", blickt Renate Straukamp auf ihre Auswahl zurück. Ein weiterer positiver Effekt ist auch die integrierte Trinkerinnerung, die gerade an heißen Tagen ein wichtiger Aspekt der Sturz-Prävention darstellt. Für Renate Straukamp selbst bedeutet der Hausnotruf vor allem ein gutes Gefühl. "Ich möchte so lange wie möglich in meinem Zuhause bleiben", sagt die 85-Jährige. "Wenn ich weiß, dass ich im Notfall schnell Hilfe erreichen kann, gibt mir das Sicherheit und meiner Familie auch."
Das Notrufgerät wurde von Marco Museler bei Renate Straukamp in Betrieb genommen. Dabei nimmt er sich grundsätzlich Zeit, die Kundinnen und Kunden ausführlich in die Nutzung des Geräts einzuweisen und den Umgang gemeinsam zu testen. Bei der 1000. Kundin war Museler jedoch nicht allein vor Ort: Benjamin Wieger von der Sozialstation Dülmen ließ es sich nicht nehmen, Renate Straukamp persönlich zu besuchen und ihr zu diesem besonderen Anlass einen Blumenstrauß sowie einen Präsentkorb vom Hof Rahmann zu überreichen.
Für den Caritasverband zeigt die Geschichte von Renate Straukamp beispielhaft, wie wichtig niedrigschwellige Angebote für ältere Menschen und ihre Angehörigen sind. Der Hausnotruf kann dabei ein erster Baustein sein, um Sicherheit, Selbstständigkeit und Lebensqualität im eigenen Zuhause zu erhalten. "Es geht nicht darum, Menschen etwas abzunehmen, was sie noch selbst können", betont Catrin Kuth. "Es geht darum, ihnen und ihren Angehörigen Sicherheit zu geben, damit ein aktives Leben zuhause weiterhin möglich bleibt." Die 1000. Kundin sei deshalb ein besonderer Anlass, auf genau diesen Gedanken aufmerksam zu machen: Sicherheit beginne nicht erst im Ernstfall, sondern schon vorher.