Die drei Kooperationspartner bieten wöchentliche Treffen für Frauen mit Migrationsgeschichte an, die in Coesfeld leben und arbeiten möchten. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen über einen Zeitraum von insgesamt 30 Wochen sprachlich, beruflich, kulturell und sozial zu stärken und sie schrittweise auf eine Integration in den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Kursleiterin Eva Sembach von der FI bringt langjährige Erfahrung und persönliche Kontakte zu den Teilnehmerinnen mit, von denen sich viele bereits untereinander kennen.
Inhaltlich setzt das Projekt auf die Vermittlung wichtiger Kompetenzen: Sprachförderung, Kommunikation im Alltag, Bewerbungstraining, individuelles Coaching, Frauenrechte, Prävention sexueller Gewalt, Medienkompetenz und Gesundheit stehen auf dem Programm. Ebenso werden rechtliche Fragen wie Arbeitsrecht, Versicherungen sowie die Unterscheidung zwischen Brutto- und Nettolohn behandelt. Außerdem geht es darum, die beruflichen Interessen und Stärken der Teilnehmerinnen zu erkennen und gezielt zu fördern. Dafür kommen Selbsteinschätzungsbögen und persönliche Beratung zum Einsatz. Betriebsbesuche, gemeinsame Freizeitaktivitäten und Exkursionen, beispielsweise in die Stadtbücherei oder zu kulturellen Einrichtungen, stärken die soziale Vernetzung. Durch die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und ansässigen Unternehmen entstehen direkte Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern.
Die Teilnehmerinnen kommen regelmäßig zusammen, um Sprache, Alltagskompetenzen und berufliche Perspektiven zu stärken. privat
Das Projekt wird über Spendengelder und den Kollekten des Kreis-Caritassonntags 2026, die am 8. März 2026 in den Gottesdiensten der Pfarreien im Kreis Coesfeld gesammelt wurden und in diesem Jahr 6.585 Euro betrugen, finanziert. "Wir freuen uns über das Ergebnis und auch darüber, dass sich Kursleiterin Eva Sembach positiv zu einer Fortführung des Kurses in Coesfeld geäußert hat", so das Team der Gemeindecaritas, das den jährlichen Caritassonntag für den Kreis Coesfeld verantwortet.
Die Initiatoren sind überzeugt, dass die Kombination aus Sprachförderung, beruflicher Orientierung und sozialer Unterstützung migrierten Frauen die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration bietet. Auch im Kontext des Weltflüchtlingstags am 20. Juni 2026 setzt das Projekt ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit migrierten und geflüchteten Frauen. Es verbindet konkrete Hilfe vor Ort mit dem Anliegen, Teilhabe, Würde und berufliche Perspektiven zu fördern.
"Interessierte Frauen sind herzlich eingeladen, sich zu melden, wenn sie Teil einer starken Gemeinschaft werden möchten, die sie auf ihrem Weg in ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in Deutschland unterstützt und begleitet", sagt Majda Mchiche, Teamleitung des Fachdienstes Integration & Migration. Paula Schlüter vom Team Gemeindecaritas nimmt Anfragen telefonisch unter 02594 950-4220 oder per Mail an p.schlueter@caritas-coesfeld.de entgegen.
Weitere Informationen über den jährlich stattfindenden Kreis-Caritassonntag finden Sie hier.