Nach der Schule war sich Kilian unsicher, welchen beruflichen Weg er einschlagen möchte. Doch er wusste: Der BFD ist eine sinnvolle Erfahrung und eine wertvolle Orientierungshilfe. Nach einer Hospitation in der Caritas-Werkstatt Lüdinghausen entschied er sich für den Bereich Montage, da ihn die Arbeit dort besonders interessierte. "In meinem Umfeld sind ein paar Personen, die auch einen Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr machen", berichtet Kilian.
Die Caritas-Werkstätten in Lüdinghausen, Nordkirchen und Lünen bieten engagierten Menschen die Möglichkeit, ihren Freiwilligendienst in einem spannenden Umfeld zu leisten. Im Rahmen seines BFDs hilft Kilian den Beschäftigten bei Produktions- und Montageaufgaben, unterstützt sie bei arbeitsbegleitenden Maßnahmen und assistiert bei der pflegerischen Versorgung. Im Rahmen seines BFDs hat Kilian darüber hinaus zwei Wochen im Wohnhaus hospitiert. Aber, und das betont er: "Der Freiwilligendienst ist mehr als nur der Einsatz in der Werkstatt."
Bei seinem Bundesfreiwilligendienst in der Caritas-Werkstatt Lüdinghausen begleitet Kilian Stromeier seit September 2024 die Beschäftigten in ihrem Arbeitsalltag.Caritas Coesfeld
Zu seinem BFD gehört auch die regelmäßige Teilnahme an Seminaren des FSD Bistum Münster. Hier kommt er mit gleichaltrigen Freiwilligen aus anderen Einrichtungen in Kontakt, tauscht sich aus und entwickelt persönliche und berufliche Perspektiven. Die insgesamt fünf Seminarwochen machen den Freiwilligendienst noch abwechslungsreicher und spannender, findet Kilian. Ein Highlight sind die Themenwochen, in denen die Freiwilligen ihre Interessen praxisnah und interaktiv vertiefen können. Kilian erinnert sich noch gut an die Themen "Nähe und Distanz" sowie "Politische Bildung": "Das war echt interessant."
Interessierte sollten Neugierde für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung mitbringen, Empathie und Einsatzbereitschaft zeigen sowie Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein besitzen. "Man sollte auf jeden Fall offen gegenüber Menschen sein und keine Berührungs- und Kontaktängste haben", empfiehlt Kilian. Als Freiwilliger erhält er ein monatliches Taschengeld in Höhe von 525,00 Euro und hat die Wahl zwischen dem Deutschlandticket oder einem monatlichen Tankgutschein.
Ein Freiwilligendienst kann als Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder als Bundesfreiwilligendienst (BFD) absolviert und als Praktikum anerkannt werden. Die Dauer beträgt in der Regel ein Jahr, kann aber flexibel angepasst werden. Wer sich für einen Freiwilligendienst in den Werkstätten Lüdinghausen, Nordkirchen oder Lünen interessiert, kann sich jederzeit bewerben und sich auf eine spannende und lehrreiche Zeit freuen.