Für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung gibt es eine Vielzahl möglicher Unterstützungs- und Beschäftigungsformen. iStock
Geschaffen wurde das Angebot, da der Beratungsbedarf bereits jetzt sehr hoch ist und die Zahl der Anfragen gestiegen ist. Besonders Menschen mit psychischer Erkrankung erfuhren bislang häufig nur zufällig von den Möglichkeiten der Werkstätten. Der Caritasverband will deshalb proaktiv auf Förderschulen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und weitere Kooperationspartner zugehen. Zugleich sollen verbindliche Standards für die Erstberatung entstehen. Ein eigens erarbeitetes Konzept bindet die zentrale Beratung zur beruflichen Perspektive in die Matrixstruktur der Werkstätten ein.
Im Erstgespräch mit Beraterin Verena Schmidt stehen die Ressourcen der ratsuchenden Person im Mittelpunkt. Ziel ist es, Orientierung zu geben und Möglichkeiten für eine Teilhabe am Arbeitsleben aufzuzeigen. Gemeinsam wird geklärt, ob eine Werkstatt eine langfristige Perspektive oder eine sinnvolle Zwischenlösung sein kann. Aber auch andere Wege kommen infrage, beispielsweise ein direkter Übergang auf einen ausgelagerten Arbeitsplatz. Für Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung gibt es eine Vielzahl möglicher Unterstützungs- und Beschäftigungsformen. "Es geht nicht darum, Menschen für die Werkstätten zu akquirieren. Wir wollen Ressourcen in den Blick nehmen, erste Orientierung geben und gemeinsam klären, welcher berufliche Weg passen kann", sagt Verena Schmidt, Beraterin zur beruflichen Perspektive.
Die Gespräche können im Beratungsbüro im Caritas-Haus Lüdinghausen oder vor Ort bei den Ratsuchenden stattfinden. Der Bürostandort wurde dabei bewusst außerhalb einer Werkstatt gewählt, um einen offenen Erstkontakt ohne Hemmschwellen zu ermöglichen. "Die neue Beratung soll eine zentrale Lotsenstelle werden. Der Erstkontakt läuft künftig über die neue Beratungsstelle. Das schafft einen klaren Prozess und entlastet zugleich die Begleitenden Dienste in den Werkstätten", betont Michael Kempf, Ressortleiter Arbeit & Rehabilitation.
Derzeit stellt das Ressort Arbeit & Rehabilitation das neue Beratungsangebot bei seinen Kooperationspartnern im Einzugsgebiet vor. Die regulären Beratungen laufen aber bereits an und Interessierte können sich gerne an die Beraterin Verena Schmidt unter 0171 1780624 oder v.schmidt@caritas-coesfeld.de wenden.