Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes, der Alexianer Westmünsterland sowie der AWO veranstalteten gemeinsam den Aktionstag in Dülmen.Caritas Coesfeld
Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler haben am vergangenen Donnerstag den "Markt der Möglichkeiten" in Dülmen besucht und sich dort intensiv mit den Themen Sucht, Prävention und Gesundheit auseinandergesetzt. Anlass war der Internationale Gedenktag verstorbener Drogengebrauchender, der jährlich am 21. Juli begangen wird und aufgrund der Sommerferien im Kreis Coesfeld vorgezogen wurde. Die gemeinsame Aktion der Suchtberatungsstellen im Kreis Coesfeld verband Erinnerung, Aufklärung und Prävention auf lebensnahe Weise.
Veranstaltet wurde der Aktionstag gemeinsam von der Suchtberatungsstelle Alexianer Westmünsterland, der AWO-Sucht- und Drogenberatungsstelle sowie der Suchtberatungsstelle des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld. Geplant und koordiniert wurde die Veranstaltung durch die Fachstelle für Suchtprävention des Caritasverbandes, die gemeinsam mit den Suchtberatungsstellen im Kreis ein vielfältiges Programm vorbereitet hatte.
An Informations- und Mitmachständen lernten die Jugendlichen die Angebote der Suchthilfe kennen. Kreative, spielerische und interaktive Aktionen regten dazu an, sich mit Konsumverhalten, Suchtrisiken und einem gesunden Lebensstil auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt standen der Austausch, das Ausprobieren und die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen. Gerade die positive und lebensnahe Gestaltung der Angebote erleichterte den Zugang zu einem Thema, das viele junge Menschen betrifft, über das jedoch häufig nur wenig offen gesprochen wird.
Ein zentrales Symbol des Gedenktages war der Schmetterling. Er steht für Wandel, Zerbrechlichkeit und Hoffnung. In einer gemeinsamen Kreativaktion gestalteten die Schülerinnen und Schüler Schmetterlinge mit persönlichen Gedanken und Botschaften. Die daraus entstandene Installation verband das Gedenken an Menschen, die an den Folgen einer Suchterkrankung verstorben sind, mit dem Wunsch nach Hoffnung, Veränderung und einem bewussten Umgang mit der eigenen Gesundheit.
Durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung und Sparkasse Westmünsterland konnte ein wichtiges Zeichen für Prävention gesetzt werden. Arne Espeter (Fachbereich Beratung & Jugendhilfe des Caritasverbandes), Christoph Schrey (Sparkasse Westmünsterland), Birgit Feldkamp (Teamleitung Suchthilfe des Caritasverbandes), André Bußkamp (Ressortleiter Beratung & Wohnen des Caritasverbandes) und Berthold Büning (Bürgerstiftung) (v.l.).Caritas Coesfeld
Die Begrüßung der Gäste übernahm André Bußkamp, Ressortleiter Beratung & Wohnen des Caritasverbandes, stellvertretend für die Veranstalter. Er dankte der Bürgerstiftung sowie der Sparkasse Westmünsterland für deren großzügige finanzielle Unterstützung. "Ein Präventionstag in dieser Größenordnung ist nur möglich, wenn viele Akteure zusammenwirken. Die Förderung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen frühzeitig zu sensibilisieren", betonte Bußkamp.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Botschaft, dass Prävention junge Menschen frühzeitig erreichen und sie darin stärken soll, verantwortungsvolle Entscheidungen für ihre Gesundheit zu treffen. Gleichzeitig erinnert der Internationale Gedenktag an Menschen, die infolge ihrer Suchterkrankung verstorben sind. Er macht deutlich, wie wichtig Aufklärung, frühzeitige Hilfen und ein offener Umgang mit dem Thema Konsum sind.
Auch die Veranstalter zogen ein positives Fazit. Die hohe Beteiligung und das große Interesse an den Mitmachaktionen und Informationsständen zeigten, dass moderne Präventionsarbeit junge Menschen erreicht, wenn sie zum Mitmachen einlädt, den Dialog fördert und Raum für eigene Erfahrungen und Fragen bietet. Der Aktionstag setzte damit ein wichtiges Zeichen für den Kreis Coesfeld: für Erinnerung, für Aufklärung und für Prävention.