"Die zunehmende Hitze ist für uns kein kurzfristiges Randthema, sondern eine Aufgabe, die wir strukturiert angehen müssen", sagt Vorstand Christian Germing. "Wir schauen sowohl auf schnelle Entlastung im Alltag als auch auf langfristige Lösungen für unsere Gebäude." So gehören morgendliches Lüften, der Einsatz vorhandener Außenbeschattung und Ventilatoren schon lange zum Alltag in den Einrichtungen. Zusätzlich stehen Getränke bereit und Kühltücher sorgen für Erfrischung. Auch Pausen werden bei Bedarf angepasst und zum Beispiel für ein leckeres Eis genutzt.
Bereits im vergangenen Jahr wurden für alle Mitarbeiter*innen Thermoflaschen angeschafft, die Getränke kühl oder auch warm halten.Caritas Coesfeld
Trotz dieser Maßnahmen werden an besonders heißen Tagen weiterhin Temperaturen von mehr als 30 Grad, vereinzelt auch im Bereich von 35 Grad, gemessen. Deshalb sind weitere Hitzeschutzmaßnahmen in Vorbereitung. Diese sollen die Einrichtungen dabei unterstützen, bei steigenden Temperaturen schnell und abgestimmt zu handeln. "Wir merken deutlich, dass heiße Tage unsere Arbeit verändern", berichtet auch Jörg Brünemann, Fachkraft für Arbeitssicherheit. "Viele kleine Maßnahmen helfen bereits: früh lüften, Schatten nutzen, ausreichend trinken und Pausen bewusst setzen. Gleichzeitig brauchen wir für die Zukunft Lösungen, die verlässlich und umfassend greifen." Auch bauliche und technische Aspekte werden mitgedacht. Beim Neubau des Wohnhauses Nordkirchen wurde beispielsweise eine Betonkerntemperierung eingebaut, die durch kaltes Wasser in der Decke dabei hilft, Raumtemperaturen zu senken. Bei neuen Bauprojekten soll der Hitzeschutz von Beginn an berücksichtigt werden, aber auch in Bestandsgebäuden wird nach geeigneten Möglichkeiten gesucht. Erste Klimaanlagen werden aktuell unter anderem im Wohnhaus Olfen und in der Tagespflege Olfen eingebaut.
Neben baulichen Lösungen bleibt das Verhalten im Arbeitsalltag wichtig. Besonders regelmäßiges Trinken, auch wenn kein Durstgefühl besteht, ist an heißen Tagen immens wichtig. Ebenso wichtig ist es, auf sich selbst sowie auf Kolleginnen und Kollegen zu achten. Direkte Sonneneinstrahlung sollte wann immer möglich vermieden werden und ein geeigneter Sonnenschutz verwendet werden. Wo möglich, können kühlere Arbeitsplätze genutzt, schwere körperliche Tätigkeiten reduziert und luftige Kleidung getragen werden.