DRK-Vorstand Christoph Schlütermann reicht den Stab turnusgemäß an Christian Germing, Vorstand des Caritasverbandes für den Kreis Coesfeld (v.l.).DRK
Der Wechsel im Vorsitz ist nicht nur organisatorisch bedeutsam, sondern auch Ausdruck eines verlässlichen Miteinanders zwischen den Verbänden. In diesem Jahr blickt die Arbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrtspflege auf ihr 50-jähriges Bestehen und setzt in diesem Zusammenhang und gerade in Zeiten unsicherer Finanzierung ein klares Signal: Soziale Angebote sind und bleiben unverzichtbar. Das Jubiläum, das am 18. September 2026 gefeiert wird, nehmen die sozialen Träger zum Anlass, um ihre Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die kommunale Daseinsvorsorge neu ins Bewusstsein zu rücken.
Die Arbeit der Wohlfahrtsverbände folgt seit jeher dem Gedanken der Subsidiarität: Soziale Verantwortung wird im Zusammenspiel von Staat, Kommunen, freien Trägern und bürgerschaftlichem Engagement getragen. "Die Wohlfahrtsverbände sind seit Jahrzehnten verlässliche Partner für Kreis und Kommunen. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Menschen in schwierigen Lebenssituationen Unterstützung erhalten", sagt Christian Germing. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten über die Finanzierung sozialer Leistungen brauche es stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. "Wer soziale Infrastruktur sichern will, muss auch ihre Finanzierung sichern. Unsere Angebote dürfen nicht unter Finanzierungsvorbehalt geraten", betont Germing.
Auch Christoph Schlütermann unterstreicht die gemeinsame Verantwortung der Verbände: "Unsere Gesellschaft braucht den unabhängigen, am Gemeinwohl orientierten Einsatz der freien Wohlfahrtsverbände. Das Prinzip der Subsidiarität hat ohne uns Wohlfahrtsverbände seinen Zweck verloren."
Zur Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege im Kreis Coesfeld gehören Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und der Paritätische. Gemeinsam vertreten sie die Interessen der sozialen Träger im Kreis und machen Angebote für Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen - von Beratung und Unterstützung im Alltag bis hin zu spezialisierten Hilfen. Der Vorsitz wechselt turnusgemäß alle zwei Jahre zwischen den beteiligten Verbänden.