Die arbeitsbegleitende Maßnahme geht auf eine Anregung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) zurück und sieht vor, den Beschäftigten praktische Fertigkeiten im Umgang mit dem öffentlichen Personennahverkehr zu vermitteln. Dabei lernen sie richtiges Verhalten an der Haltestelle sowie im Bus und wie sie Gefahrensituationen richtig einschätzen können. Die Werkstatt Lünen hat dieses Konzept bereits mit Erfolg umgesetzt.
Mit einen Linienbus sind die Beschäftigten als Mitfahrer*innen Probe gefahren.Caritas Coesfeld
Am 13. August hieß es für Beschäftigte der Werkstatt Lüdinghausen: Los geht die Busfahrt. Bei der Probefahrt mit dem Linienbus konnten die Beschäftigten in Begleitung von Laura Brinkmann und Jens Scheu, Mitarbeiter*innen im Begleitenden Dienst, die zuvor gelernten Lerninhalte praktisch anwenden und vertiefen. Das Busunternehmen RVM unterstützte die Maßnahme, indem es Bus, Busfahrer und Begleitung kostenlos zur Verfügung stellte.
Zunächst stießen die begleitenden Mitarbeiter*innen auf Skepsis bei den Beschäftigten. Viele wollten nicht an der Maßnahme teilnehmen, da sie befürchteten, anschließend den gewohnten Fahrdienst nicht mehr nutzen zu dürfen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen zu müssen.
Nach anfänglicher Zurückhaltung entwickelte sich bei den Teilnehmer*innen große Begeisterung für die neue Erfahrung. "Ich bin noch nie mit einem öffentlichen Bus gefahren", sagte eine Beschäftigte mit einem Strahlen im Gesicht. Die positive Resonanz bestätigt auch Nicole Schiemert, Mitarbeiterin in der Werkstatt Lüdinghausen: "Die Maßnahme war ein voller Erfolg und eine tolle Erfahrung."